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Er wirkt nicht wie der kurpfuschende Hodscha aus "40 Quadratmeter Deutschland" oder der herzlose Vater aus "Gegen die Wand". Aber für solche Rollen wird er oft besetzt. Einzige Ausnahme: Mansour Gadharkahs Kinofilm "Auge um Auge". Doch Demir Gökgöl ist mehr als ein Schauspieler:
Schon mit zwölf las er Puschkin, Dostojewski, Eisenstein und Balzac. Er wird ein Weltbürger, der Soziologie und Theaterwissenschaften studiert und sich durch Waldarbeit in Finnland und Weinlese in Frankreich finanziert. 1968 kommt Demir Gökgöl als Übersetzer nach Deutschland.

Die Leidenschaft für Musik lässt ihn nie los. In Hamburg gründet er den Jazzklub "Circle", wo Solisten der NDR-Big Band und Weltstars des Jazz jammen. Noch heute träumt Demir Gökgöl davon, dass Kurden, Türken, Griechen und Armenier zusammen jazzen. Jazz ist Freiheit und Zusammenspiel - und überwindet Grenzen.
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