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Der Autor von "Kanak Sprak" meldet sich wieder zu Wort - aus dem Soziotop der Migranten. "German Amok" von Feridun Zaimoglu ist ganz schön durchgeknallt...

Ihr Protagonist, ein erfolgloser Maler, wütet durch das Kulturmilieu mit Häme und Spott. Haben Sie sich zur Hauptfigur des Romans gemacht?
Natürlich hat das Buch autobiografische Züge. Ich hätte die Person aber auch in ein anderes Milieu platzieren können. Das ist aber zweitrangig. In erster Linie geht's mir in dem Buch um das Ausmaß des Abscheus und der Wut dieses Menschen. "German Amok" sind die Weltnotizen eines brodelnden Kaltblüters.

Ich finde eher eines Durchlauferhitzers.
Gut, er hat seine Schübe. Aber ansonsten lässt er sich treiben. Er geht raus und schaut sich die Deformationen der Menschen an. Sie alle sind derangiert, sie alle sind deformiert. Er ist so wie alle, desillusioniert, aber nicht traurig oder gar verzweifelt.
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